Die Zahlen sind alarmierend: 20% der Kinder leiden unter ihrem Übergewicht, 50 – 60% gelten als motorisch auffällig. V.a. an drei Dingen kranken immer mehr Schüler: Bewegungsmangel, falsche Ernährung und zu wenig aktive Freizeit (siehe auch „Tausend Schritte für einen Schokoriegel“).Neben der Teilnahme an dem Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ wird auch in unserem Yoga-Kurs bei Frau Tillmann versucht, diesen Auffälligkeiten entgegenzuwirken:
Yoga – das ist viel mehr als das Verbiegen von Armen und Beinen: neben den verschiedenen Stellungen, die den Körper dehnen, Muskelpartien kräftigen und alles flexibel machen, spielt die Ernährung ebenfalls eine wichtige Rolle. So gibt es nach dem Yogaprinzip Lebensmittel, die in drei Kategorien eingeteilt werden:
Lebensmittel, die uns ein wenig zappelig (rajasig) und unruhig machen ( z.B. Schokolade und anderer Fabrikzucker). Essen, das uns träge (tamasig) macht (z.B. Fast Food oder aufgewärmtes Essen) und dann gibt es den Teil der Nahrung, der rein (satwig) ist und uns mit allem versorgt, was wir benötigen, um ein gesundes, ausgeglichenes Leben in Harmonie und Freude zu führen (frisches Obst und Gemüse, Getreide).
Dem Bewegungsmangel wird versucht, mit verschiedensten Yogaübungen (Asanas) entgegenzuwirken. Hier gibt es ganze Yogaübungsreihen, z.B. Yoga – Workouts für körperliche Fitness, die ebenso Kreislauf anregend wirken, wie beispielweise ein Dauerlauf, gleichzeitig aber, bedingt durch den Wechsel zwischen den vor- und rückbeugenden Übungen , keinen Muskel auslassen.
Yoga kann von jedem Menschen praktiziert werden, eben auch von Kindern: hier ist der Ablauf der Yogastunde spielerisch aufgebaut. Es werden v.a. vor- und rückbeugende Asanas praktiziert, die bestimmte körperliche und geistige Wirkungen erzielen können. Es heißt „wir gehen in den Hund“ (und wir strecken dabei unseren Rücken, stärken Handgelenke, dehnen die Waden und Beinmuskulatur, der Kopf wird mit mehr Sauerstoff versorgt…) oder „wir sind jetzt eine Katze“. Spielerisch dehnen, strecken und stärken die Kinder ihren Körper. Verschiedene Atemübungen führen zu mehr ausgleichender Energie.
Entspannungsgeschichten regen die Fantasie an und helfen ihnen, noch mehr zu Ruhe zu kommen.Der Bereich der Musik spielt eine große Rolle: es gibt verschiedene Töne, Klänge und Silben, die Einfluss auf den Menschen haben.
Im Yoga geht es aber in erster Linie immer um das allgemeine Ganzheitliche: wir sind zwar Individuen, aber auch abhängig von dem großen Ganzen, das alles irgendwie zusammenhängt. Yoga bedeutet Achtsamkeit gegenüber anderen Lebewesen und der Natur, Wertungen abzustellen, Dinge annehmen können, wie sie sind und dankbar zu sein.