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Die jahrgangsbezogene Klasse bildet an unserer Schule die feste Bezugsgruppe für die Kinder. Wechsel in der Klassenzusammensetzung sind die Ausnahme. In der Regel begleitet eine Lehrkraft als Klassenlehrerin die Klasse während der vier Jahre und wird so zur vertrauten Ansprechpartnerin. An den Unterricht, der sich zunächst an die gesamte Klasse richtet, können sich Phasen des selbstständigen Lernens mit differenzierten Anforderungen anschließen, denen sich die Kinder - nach Einschätzung der Lehrkraft, aber auch nach eigener Einschätzung - zuordnen.
Die Klassen beginnen mit einem so genannten „Offenen Unterrichtsanfang“. Schon vor Unterrichtsbeginn können sich die Kinder in ihrem Klassenraum je nach Neigung mit bereitliegendem Arbeitsmaterial beschäftigen, in der Leseecke ein Buch ansehen, Aufgaben aus ihrem Wochenplan bearbeiten oder einfach miteinander reden und spielen.
Die Lehrerin hat besonders während dieser Zeit Gelegenheit, individuell auf die Kinder einzugehen.
In der Grundschule im Allgemeinen - so auch an unserer Schule - halten wir das Klassenlehrerprinzip für unverzichtbar, d.h. der weitaus größte Teil aller Unterrichtsstunden liegt in den Händen der Klassenlehrerin. Solcher Unterricht kommt dem Bedürfnis der Kinder nach Verlässlichkeit und Geborgenheit entgegen.
Eine feste Bezugsperson gewährleistet Kontinuität durch ein in sich stimmiges pädagogisches Konzept, in dem sie bestimmte Arbeits- und Sozialformen, Regeln und Rituale einführt, einübt und fortsetzt (wichtig für Wochenplan, Freiarbeit, fächerübergreifendes Lernen, Lernen in Projekten, innere Differenzierung etc.).
Im Hinblick auf die weiterführenden Schulen ist es sinnvoll, Fachlehrerinnen ab der Klasse 3 einzusetzen.
Beim Einsatz einer Fachlehrerin sollten folgende Gesichtspunkte unbedingt berücksichtigt werden: - Eine gute Kooperation zwischen Fachlehrerin und Klassenlehrerin ist unerlässlich.
- Gemeinsame Lern- und Erziehungsziele sind Voraussetzung für eine produktive und harmonische Zusammenarbeit von Klassenlehrerin und Fachlehrerin.
Viele Themen des Unterrichts sind Erfahrungsbereichen und Interessengebieten der Kinder entnommen. Das Erarbeiten verschiedener Unterrichtsinhalte geschieht nach unterschiedlichen methodischen Ansätzen. Es wird gemeinsam an einem Thema gearbeitet oder die Kinder beschäftigen sich im Rahmen der Freien Arbeit mit selbstgewählten Themen. Diese präsentieren sie den anderen Kindern in Form von Referaten, Plakaten oder anderen Präsentationsarten. Manche Themen werden auch mithilfe von Arbeits- und Wochenplänen bearbeitet. Zeitweise werden Themen auch projektartig (Lernen an Stationen/ Werkstattarbeit) angeboten. Bei dieser Form der Arbeit werden den Kindern unterschiedliche Lernangebote bereitgestellt, mit deren Hilfe bzw. bei deren Bearbeitung sie bestimmte Lerninhalte mit allen Sinnen begreifen können. Unterrichtsgänge, bei deren Durchführung oft Elternhilfe erforderlich ist, unterstützen dabei dieses Lernen.
Ziel aller unterrichtlichen Bemühungen ist nicht nur, Kinder zu den „Kulturtechniken“ wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu befähigen. Durch so genannte „Offene Unterrichtsmethoden“ wie Freiarbeit, Wochenplanunterricht oder Werkstattarbeit sollen die Schüler Lernkompetenz entwickeln, d.h. lernen, sich selbstständig bestimmte Lerninhalte zu erarbeiten und Methoden anzuwenden, diese einzuüben und zu behalten.
Unterbrechungen des Unterrichts, in denen gezielte Bewegungsübungen gemacht werden, dienen nicht nur dem Ausgleich einseitiger körperlicher Belastungen, sondern steigern zudem die Konzentrationsfähigkeit der Schüler. Daher gehören bei uns Bewegungspausen in den Unterricht aller Schulfächer.
Schüler und Lehrer profitieren gleichermaßen von Bewegungspausen, weil sie - Ermüdungserscheinungen abbauen,
- Bewegungsauffälligkeiten und Haltungsschäden vorbeugen,
- dem kindlichen Bewegungsbedürfnis Rechnung tragen,
- das gemeinsame Spiel und das Miteinander unterstützen,
- die Konzentration und Motivation durch einen sinnvollen Wechsel von Spannung und Entspannung fördern,
- ein positives Körpergefühl vermitteln,
- Spaß machen.
Bewegungszeiten werden gestaltet mit Bewegungsspielen, Bewegungsliedern, Entspannungsübungen, gymnastischen Übungen, Dehn- und Kräftigungsübungen zur Rückenschulung.
Neue Medien, wie der Computer, können das selbstverantwortete Lernen und Üben der Schülerinnen und Schüler in der Grundschule sinnvoll unterstützen. Einige Klassen sind mit einem Computer ausgestattet. Aber die Hauptarbeit findet in unserem Computerraum statt, der mit 16 Computerplätzen ausgerüstet ist. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, mit spezieller Lernsoftware (Lernwerkstatt, Syllabo, Wahrnehmungsprogramme, GUT-Rechtschreibung, Mathematikprogrammen) zusätzlich individuell zu üben.
Während einer Auseinandersetzung mit bestimmten fachlichen Themen ist es oftmals notwendig, sich umfassend zu informieren. Die Schüler und Schülerinnen lernen, das Internet als geeignetes Mittel zur Recherche zu nutzen: - nachforschen,
- sich über etwas informieren, um Bescheid zu wissen,
- sich etwas systematisch erschließen,
- Hintergründe und Umstände kennenlernen,
- sich ein Bild machen können.
Um die Nutzung unliebsamer Internetseiten durch die Kinder zu unterbinden, werden wir den Schulfilter Plus ("Time for kids") einsetzen, der einen wirksamen Kinder- und Jugendschutz im Internet bietet.
Die Zahl von Unterrichtsstörungen und Verstößen gegen Regeln nimmt nicht ab, sondern zu, die Häufigkeit von „problematischem Schülerverhalten“ steigt.
Unsere Schule hat Wege gesucht, mit diesen Schwierigkeiten umzugehen und aus Konflikten und Problemen zu lernen.
Mit der Entwicklung von Erziehungsvereinbarungen (Klassen- und Schulregeln, Verträge) wollen wir einen Weg gehen, indem - alle Beteiligten Vereinbarungen aushandeln,
- die Mitverantwortung an die Beteiligten übertragen wird,
- die entwickelten Regeln wirklich akzeptiert und eingehalten werden.
Die Kinder sollen lernen, - Einigungen zu erzielen; nachzugeben; Kompromisse zu schließen,
- miteinander zu sprechen; Gefühle verbal zu äußern, statt zu prügeln,
- Schwächere mitspielen zu lassen, auch wenn man dann vielleicht nicht immer gewinnt,
- ihre Umwelt zu achten und zu schonen.
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